Zitiert: Für eine Sache hat sich Stefan Raabs TV-Comeback gelohnt

In den kompletten zehn Jahren zuvor hat das deutsche Primetime-Fernsehen zu keinem einzigen Zeitpunkt so viel musikalische Vielfalt zugelassen wie an den vergangenen zwei Wochenenden bei RTL und gestern im Ersten. Statt Schlagerstars und Castingshow-Anwärter:innen standen plötzlich Mittelalter-Rocker neben Elektropop-Talenten neben Soul-Stimmen…

Zitiert: ESC und DDR-Fernsehen

Kurz, der ESC hat sich in halbwegs chaotischer Lage mit Jubel in die Innigkeit verabschiedet. Die 1982er-Siegerzeile „Ein bisschen Frieden“ wäre heute schon im Vorentscheid rausgeschnitten oder beitherapiert worden; wahlweise singender Putin-Knecht oder sehr wahrscheinlich ­Israelhasser. Israel musste das Wort „Oktober“ aus…

Zitiert: Forderung nach korrekter Haltung schränkt Meinungskorridor ein

Ich sehe den Untergang des Abendlandes noch nicht vor mir, wenn bei der Berlinale ein paar AfD-Irrläufer rumstehen oder jemand dringend ein Pali-Tuch tragen muss. Der ESC feierte die schurkische Autokratie Aserbaidschan, gab sich dann wieder als singende Vorhutorganisation der Nato und soll nun noch kurz Hamas-Terror und Israels Kriegsführung in Ordnung bringen. Viele wollen sich mit ihrer korrekten Haltung adeln, machen aber einfach nur den Korridor gestatteter Meinungen enger. Da kann man toll im Feuilleton diskutieren, während das Elend der Welt ungestört weitergeht.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 03.03.2024 (online)

NDR-Rundfunkratsvorsitzende kritisiert grundlos ARD-Programmbeirat

Der NDR-Rundfunkrat hat am letzten Freitag dem vorgelegten Finanzierungskonzept sowie den Plänen zur inhaltlichen und kreativen Umsetzung des Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf zugestimmt, meldet digitalfernsehen.de.

Zugleich distanzierte sich die Vorsitzende des NDR-Rundfunkrates Dagmar Gräfin Kerssenbrock von einer – nie geäußerten – Kritik des ARD-Programmbeirats an der Konzeption des deutschen Vorentscheids. „Der ARD-Programmbeirat ist ein internes Beratungsgremium für die Fernseh-Programmdirektoren. Eine Zuständigkeit oder Beschlusskompetenz hat er nicht, denn diese Kompetenzen liegen ausschließlich bei den Rundfunkräten. Ohne sich zuvor eingehend zu informieren, hat sich der Programmbeirat Pressemeldungen zufolge eine Meinung gebildet, die dann pünktlich zum Start des deutschen Vorentscheids zum ESC publik wird. Das ist alles andere als hilfreich.“

Meedia.de hatte am 29. Januar unter Verweis auf Spiegel Online gemeldet, dass Beiräte – also nicht der ganze Beirat – der Meinung seien, dass die 19-Jährige „mittlerweile ihre Unbefangenheit verloren“ habe und „nur noch eine Rolle“ spiele. ARD-Programmdirektor Volker Herres folge der Kritik jedoch nicht. Er sagte gegenüber dem Nachrichtenmagazin: „Ich bleibe Lenastheniker.“

Seine letzte Sitzung hatte der ARD-Programmbeirat am 18. und 19. Januar beim SWR in Stuttgart. In einem Werkstattgespräch ging es um den Sport. Die nächste Sitzung ist am 22. und 23. Februar beim MDR in Leipzig, da soll es um EinsFestival, EinsPlus und EinsExtra. Auf der Homepage des ARD-Programmbeirates findet sich keine Erklärung zu „Lena und dem ESC“. Wie es aussieht, gab es keine Kritik des ARD-Programmbeirates – und dies schon gar nicht am Konzept für Düsseldorf. Kritik gab es eines Mitgliedes des ARD-Programmbeirates an einem Auftritt von Lena in einer der vielen Shows. Der ARD-Programmbeirat fasste auch keinen Beschluss. Weiterlesen NDR-Rundfunkratsvorsitzende kritisiert grundlos ARD-Programmbeirat