Zitiert: DDR-Sportsystem war ein kapitalistisches System

Denn es funktionierte nach dem Leistungsprinzip: Leistung und Individualität setzen sich durch. Wir werden jetzt zwar, was die sozialen Unterstützungen betrifft, immer sozialistischer in der Bundesrepublik – und viele fragen sich: Lohnt sich denn Bestleistung heutzutage überhaupt noch? Aber der Sport in der DDR war geprägt von der Frage, was sind in jeder Sportart die besten Bedingungen, um Spitzenleistungen zu erbringen. Ich war auf Leistung geschult, und es ging für mich auch deshalb nahtlos weiter, weil ich das Prinzip weitergetragen habe.

Katarina Witt, sueddeutsche.de, 17.05.2024 (online)

Zitiert: Fehlende Erinnerung an 30 Jahre DS Kultur

Dann brachte mich der Mauerfall dazu, mich in deutsch-deutsche Medienpolitik einzumischen, weil dem in Wendezeiten aus der „Stimme der DDR“ und dem Kulturprogramm „Radio DDR II“ entstandenen Deutschlandsender Kultur die Abwicklung drohte. Dabei war ein mehrfach kompetentes Personal hungrig darauf, endlich ohne…

Zitiert: Wie der AfD-Wahlzuspruch erklärt werden kann

Wenn bei einer Wahl derzeit in allen ostdeutschen Bundesländern die AfD die stärkste Partei werden würde, würde diese Situation mehr oder minder offen damit in Verbindung gebracht, dass die Ostdeutschen vor 1989 in einem totalitären Staat lebten, der wiederum aus einem totalitären Staat hervorgegangen war, was in der Mentalität der Ostdeutschen tiefe Spuren hinterlassen habe. Eine andere Erklärung, der ich, wenn auch nicht ausschließlich, zuneige, hält diese Wahlerfolge der AfD für eine Folge der Erfahrungen der Ostdeutschen nach 1989, also für eine Folge ihrer Erfahrungen im Zuge der deutschen Wiedervereinigung.

Thomas Oberender, berliner-zeitung.de, 02.10.2023 (online)