Zitiert: Ohne Privatsphäre keine Kreativität

„Die Privatsphäre ist der Raum, in dem Kreativität und der Wille zur wirtschaftlichen Entfaltung produktiv werden kann. Der Schutz dieses Raumes ist die Voraussetzung der Teilhabe einer breiten Bevölkerungsschicht an einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft. Falls die Privatsphäre von Personen aufgelöst wird, gibt es keine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung mehr. Ein Gemeinwesen wird so in der Wurzel zerstört.“

 

Werner Meixner, sueddeutsche.de, 1.1.2017 (online)

Zitiert: Europa ist beim Rohstoff private Daten dabei, das Afrika des Informationszeitalters zu werden

„Die Behauptung, dass Privatheit ein Auslaufmodell wäre, ist eine absichtliche Täuschung. Sie besteht darin, dass das eingesammelte fremde Eigentum an privaten Daten nicht etwa der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt, sondern neuen Eignern zugeordnet wird. In Wahrheit wird Privateigentum massiv zentralisiert und schon gar nicht abgeschafft. Die neuen Besitzer schützen ihre Besitzstände vor Öffentlichkeit. Die Privatsphäre hochvermögender Kreise und Konzerne wird sehr wohl verteidigt. Unter den Augen maßgeblicher Politiker geschieht eine Umverteilung von Ressourcen, die der Bevölkerung nicht bewusst ist.“

 

Werner Meixner, sueddeutsche.de, 1.1.2017 (online)

Zitat: Institutionenverweigerer können Welt verändern

„Es ist an der Zeit, die Jugend nicht mehr dafür zu kritisieren, dass sie nicht wählen geht; es ist vielmehr Zeit zu feiern, wie Institutionsverweigerer tatsächlich versuchen die Welt zu verändern. Diejenigen, die den Institutionen nicht mehr trauen, ignorieren sie nicht einfach. Einige bauen Systeme, die darauf ausgelegt sind, bestehende Institutionen überflüssig zu machen. Andere werden zu den schärfsten Kritikern unserer Institutionen, während die Radikalsten neue Verfahren entwickeln, die der Zentralisierung und Verdichtung von Macht widerstehen.“

 

Ethan Zuckerman, Leiter des Center for Civic Media auf sueddeutsche.de (21.07.2015, online)

Klick-Tipp: „Karte der Schande“

Die „Karte der Schande“ zeigt polizeirelevante Straftaten, die gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte begangen worden sind. Sie wurde erstellt, um einen Überblick über die vielen Angriffe gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte in Deutschland zu bekommen. Einen vollständigeren Überblick – allerdings nicht in Kartenform – gibt es auf der Seite „Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle“ der Aktion „Mut gegen rechte Gewalt“.

 

Zum Nachsehen

Öffentlich-rechtliche Medien und personalisierte Daten

Die BBC startet App mit personalisierten Nachrichten, meldet Der Standard (13.07.2015). Die App biete eine „Kombination aus Top-Stories, meist gelesenen Geschichten und persönlich ausgewählten und empfohlenen Themen aus über 50.000 Gebieten“. Innerhalb von vier Tagen seit dem seit dem Start am Freitag (10.07.2015) sei die App bereits 1,5 Millionen Mal heruntergeladen worden.

 

Die BBC verweist darauf, dass über 50 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer BBC News auf Smartphones und Tablets nutzen. Vor drei Jahren waren es 12 Prozent.

 

Zum Nachlesen