Zitiert: Wer Deutschland verstehen will, muss zwei Comedians kennen

War Deutschland vor Corona noch mehr oder weniger eine homogene Gesellschaft, hat die Zeit danach die Menschen noch stärker in Fraktionen und Unterfraktionen gespalten, die sich nicht nur gegenseitig, sondern nun auch unter sich bekriegen und zerfleischen. Ein paar Rädelsführer haben aber…

Zitiert: Vor jedem Witz warnen?

Denken wir den Vorgang zu Ende: Wenn eine entwässerte, artige, zahme, zaudernde Comedy jedes potenziell riskant-sensible Thema ausblendet, um bloß niemandem auf den Schlips zu treten, ist sie tot. Grenzen und Tabus sind der Feind jeder Komik – und gleichzeitig ihr wichtigster Treibstoff. Humor braucht Freiheit und Herz. Freiheit ist dabei nicht die Abwesenheit jeglicher moralischer Leitplanken. Herz wiederum bedeutet nicht, dass Humor niemals hartherzig und unversöhnlich sein kann. Der wahre Witz wohnt in der Wahrheit.

Imre Grimm, rnd.de, 19.08.2023 (online)

Zitiert: Für mich zählt eigentlich nur jemand, der Stand-up kann

Böhmermann macht etwas völlig anderes als ich damals. Der will ja Skandale aufdecken. Und kommt auch nicht täglich. Meine Haltung war immer: Egal, was passiert, wir versuchen es zu verstehen. Auch die amerikanische Late-Night-Show will nicht aufdecken. Sondern: Letterman macht hundert Witze über den 130 Kilo schweren Gouverneur von New Jersey. In einer Daily müssen Sie auch aus Kaffeetassen zehn Minuten machen, sonst kriegen Sie die Sendung nicht voll. Ich habe auch die „Heute Show“ noch nie gesehen. Was andere im Humorbereich machen, ist für mich nicht ergiebig.

Harald Schmidt, sueddeutsche.de, 10.2.2023 (online)

Zitiert: Comedy und Satire können gesellschaftlichen Diskurs fördern

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbieter können und sollten Humor und Komik einsetzen, um deren entspannenden und integrierenden, aber auch bildenden Potenziale zu nutzen. Comedy und Satire fördern den gesellschaftlichen Diskurs. Das gilt aber vor allem da, wo sie nicht zu konfrontativ und nicht zu…