Zitiert: Sogar seriöse Medien kommen inzwischen oft boulevardesk daher

Für die mediale Besessenheit von Konflikten, politischen Strategie- und Personalfragen lassen sich viele Belege, auch Studien, anführen. Politikberichterstattung konzentriert sich oft stärker auf Prozesse und Strategien – auf das, was wir in der Politikwissenschaft „Politics“ nennen – und weniger auf die „Policies“,…

Zitiert: Ein voyeuristisches Boulevardstück im Deckmantel des investigativen Journalismus

Immer wieder hat es in der Vergangenheit Versuche gegeben, die Identität Banksys zu entschlüsseln. Einige davon kamen bereits zu belastbar wirkenden Ergebnissen, etwa eine Recherche der britischen Daily Mail von 2008, die Gunningham als den Street-Art-Star identifizierte. Zu Massive-Attack-Sänger Robert Del Naja…

Zitiert: Dieses Urteil könnte den Boulevardjournalismus verändern

Die Schweizer Ex-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin muss entschädigt werden – mit den Einnahmen aus der Berichterstattung der Zeitung „Blick“. Das urteilt ein Gericht mehr als zehn Jahre nach einer Boulevardkampagne gegen sie. Ein Präzedenzfall in Sachen Persönlichkeitsrecht? […] Es ging dabei vor allem…

Zitiert: Y-Kollektiv und STRG_F – mehr boulevardesk statt informativ

So tragen die Reportagen und Kurzdokus, die nie länger als 30 Minuten dauern, oft reißerische Titel wie „Live aus dem Knast“, „Die Weed-Mafia“ oder „Tiere quälen für Klicks“. Tiefgehende Recherchen findet man hier kaum. In einer Doku des Y-Kollektivs über Antifeminismus kommen vier Frauen mit recht radikalen religiös-konservativen Meinungen zu Wort. Die Doku wirkt ziemlich voyeuristisch. Sie befriedigt eher die Lust am Grusel, als ernsthaft nach Ursachen und Strukturen antifeministischer Bewegungen zu forschen. In einer Doku über Nazi-Memes an Schulen werden Hitler-Sticker unverpixelt gezeigt und rassistische Ausdrücke reproduziert.

Joscha Frahm, freitag.de, 20.05.2024 (online)

Zitiert: Christian Schertz – warum man zwischen Moral und Recht trennen muss

In einer Doku wird der Medienanwalt Christian Schertz porträtiert. Sie zeigt, warum man zwischen Moral und Recht trennen muss. […] Im Film macht Schertz klar, dass die Moralisierung in der Gesellschaft gerade mit Blick auf Verdachtsberichterstattung und MeToo destruktive Wege beschreiten würde.…