Klick-Tipp: Afghanische Journalisten in Deutschland „verloren im Klein-Klein“

Jahrelang haben Menschen in Afghanistan für ausländische Medien gearbeitet. Diese Stringer seien vor Ort lebensnotwendig gewesen, sagt Journalist Martin Gerner. Doch wer es aus der alten Heimat geschafft hat, stößt in Deutschland auf neue Probleme. […] Gerner hat mehrere Jahre lang eine…

Zitiert: Afghanistan-Debakel als Folge medialer Zerrbilder

Auch das Afghanistan-Debakel im Sommer 2021 ist ein Beispiel für die Folgen (medialer) Zerrbilder. Nach dem Abzug westlicher Truppen übernahmen die islamistischen Taliban wieder das Land. Die Überraschung im Westen war groß. Allerdings war die Berichterstattung jahrelange aus den Großstädten gekommen und…

Zitiert: Afghanistans neue Medienwelt

Die Medienlandschaft Afghanistans, immer angepriesen als eine der großen Errungenschaften nach der internationalen Militärintervention, hat sich nach der Machtübernahme der Taliban dramatisch verändert. Hunderte Redaktionen oder Radiostationen haben der Internationalen Journalisten-Föderation zufolge ihre Arbeit eingestellt, mehr als 2000 Medienschaffende ihren Job verloren.…

Zitiert: „Ortskräfte“ oder „Kollaborateure“

Diskutieren wir mal kurz, wie zum Wehrdienst einberufen wir Medien spuren, wenn wir kollektiv einen Tendenzbegriff wie „Ortskräfte“ übernehmen. Das sind, ohne moralische Dimension, Kollaborateure. Außenminister Maas sprach im März von der wahrscheinlichen Machtübernahme der Taliban, Verteidigungsministerin AKK im Mai von der moralischen Verantwortung gegenüber den Kollaborateuren. Das eigentliche Mirakel ist, wie klar sehenden Auges die Bundesregierung in diese Falle getapert ist – sie sich im Grunde selbst gestellt hat.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 29.08.2021 (online)