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Zitiert: Ost – West

Diese Grenzziehung zwischen Ost und West nervt mich ohnehin, ich finde die zwischen Arm und Reich viel relevanter. Ich lebe inzwischen viel länger in der Bundesrepublik als in der ehemaligen DDR, werde aber immer wieder darauf zurückgeworfen. Ich will meine Vorwendegeschichte nicht verleugnen, aber auch nicht darauf reduziert werden. Ich bin keine Ostschauspielerin, und Iris Berben ist keine Westschauspielerin – wir sind Schauspielerinnen. Und unser Film ist kein Ostfilm, sondern ein Film, der von der Beziehung eines seit vierzig Jahren verheirateten Ehepaars spricht. Die beiden dürfen hier eben mal aus dem Osten sein.

Dagmar Manzel, berliner-zeitung.de, 29.09.2026 (online)

Klick-Tipp: DDR-Zeitreise wieder im Angebot

Am 3. Oktober 1990 lief beim DDR-Jugendradio anlässlich der Annexion eine unkommentierte zweistündige Collage mit Radiotönen von Ost- wie Westsendern, die berühmte »DT64-Zeitreise« von Achim Gröschel und Jörg Wagner. Das Stück ist ein raffiniert gebauter Geschichtshörfilm (Produktion Heike Ast), der sich jahrzehntelang…

Zitiert: Journalismus unter der Lupe

Wenn die Lupe über unserer Arbeit immer größer wird, kann die Konsequenz doch nur sein, noch akribischer zu arbeiten, als es ohnehin der Anspruch sein sollte. Darüber hinaus gibt es leider keinen Zaubertrick, Menschen zurückzuholen, die lieber Verschwörungsideologien als aufwendig recherchiertem Journalismus glauben.

Markus Feldenkirchen, Turi2, 01.20.2026 (online)

Zitiert: Das lineare Fernsehen ist auch im Jahr 2030 noch ein wichtiger Ausspielweg

Ich gehe auch davon aus, dass wir 2030 noch das WDR Fernsehen haben werden. Es wird aber sicher anders aussehen als heute. Die tägliche Reichweite vom WDR Fernsehen lag vor zehn Jahren bei über vier Millionen Menschen, jetzt liegt sie deutlich unter drei Millionen. Wir werden 2030 sicher ein noch stärker konzentriertes Programm haben, enger kooperieren mit anderen Dritten und zusammenrücken. Was das heißt und wie das in der Praxis aussehen kann, werden wir mit unseren Partnern in der ARD besprechen.

Ingmar Cario, dwdl.de, 29.09.2026 (online)

Zitiert: Der Unterschied zwischen Wetterjournalismus und Klimajournalismus

Wetterjournalismus ist die Vorhersage für die nächsten Tage: ein kurzer Zeitraum, eine bestimmte Region. Klimajournalismus ist die Beschreibung und Einordnung dessen, was du über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren beobachtest. Und natürlich kannst du aufgrund der Wetterereignisse von heute Rückschlüsse aufs Klima ziehen – das heißt aber nicht, dass du in jedem Wetterbericht auch Klimaberichterstattung machen musst. Umgekehrt musst du aber auf Klimadaten zurückgreifen, um das, was gerade passiert, einzuordnen.

Claudia Kleinert, dfjv.de, 30.09.2026 (online)