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Dokumentiert: Nichtnutzer beanspruchen Sitz im MDR-Rundfunkrat

Bis zum 7. August können sich Verbände, Vereine und Initiativen für einen Platz im MDR-Rundfunkrat bewerben. Der Sächsische Landtag hat vier Plätze zu vergeben. Beworben hat sich auch die in Dresden ansässige Initiative „Mediennutzung ohne Zwangsgebühren – Für ein demokratischeres Rundfunksystem“, die Nichtnutzerinnen und Nichtnutzer vertreten will.

 

Presseerklärung der Initiative (online)

MDR in der Kritik

Wesentliche Aussagen der Studie Information oder Unterhaltung? Eine Programmanalyse von WDR und MDR von Joachim Trebbe , Anne Beier und Matthias Wagner (OBS-Arbeitspapier 17, Herausgeber: Otto Brenner Stiftung, online)

Der WDR bietet im Vergleich zu allen bisher untersuchten Dritten Programmen (im Bereich Information und Unterhaltung) den größten Anteil besonders relevanter, gesellschaftlich-kontroverser Themen (62 Prozent). Der MDR liegt mit 42 Prozent deutlich unterhalb dieser Marke und eher in der Nähe der vormals analysierten Programme von NDR und SWR. Der im Vergleich niedrige Informationsanteil des MDR ist vor allem auf höhere Anteile für fiktionale Unterhaltung durch Filme zurückzuführen. Die Anteile für weiche Themen mit Human-Touch-Charakter (Unfälle, Kriminalität, Prominenz) liegen in den analysierten Programmen mit 14 Prozent (MDR) und 10 Prozent (WDR) auf einem ähnlichen Niveau. Damit wird der umstrittene Befund der Vorgängerstudie bestätigt, dass Human-Touch-Themen in den Dritten Programmen der ARD einen hohen Stellenwert einnehmen. (S. 6) Weiterlesen MDR in der Kritik

Zitat: Medienjournalismus ist in den Medienhäusern die unbeliebteste Disziplin des Journalismus

„Medienjournalismus ist in den Medienhäusern die unbeliebteste Disziplin des Journalismus. Die tägliche Mediennutzung von Radio, TV, Internet und Presse liegt zwar heute bei acht Stunden. Doch über die Akteure dieser acht Stunden erfahren wir fast nichts“, so der Schweizer Journalist Kurt W. Zimmermann, „Im Medienjournalismus sind die herrschenden Verhältnisse die Verhältnisse der Herrschenden. … Medienjournalismus ist stets ein internes Risiko für externe Geschäftsbeziehungen.“

 

Kurt W. Zimmermann auf http://de.ejo-online.eu/ (online)

Zitiert: Welche Normen die Sicherheitsdienste verletzen

„Offenkundig beachten die Sicherheitsdienste die ihnen durch Verfassungsnormen und Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts gesetzten Grenzen nicht. Sie wollen nach Stand der neuesten Technik alles wissen und erklären das, wie sie und was sie so zu Tage fördern, umstandslos zum Staatsgeheimnis. Sie stellen sich…