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Zitiert: Wer sich öffentlich äußert, muss damit rechnen, dass ihm widersprochen wird

Das öffentliche Gespräch gleicht weder einem Seminar noch Salongeplauder. Es lebt nicht allein von Fakten und Argumenten, sondern auch von repräsentativen Auftritten. Positionen werden markiert, Gegner attackiert, verspottet, kritisiert. Wer das abschaffen will, schafft die öffentliche Debatte ab – und erzeugt Stickluft oder Belanglosigkeit. Tellkamp verlangte Respekt, aber Wertung, Spott, Widerspruch, Angriff, Prüfung der Fakten sind die Formen, in denen öffentlich Respekt erwiesen wird.

 

Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 10.03.2018 (online)

 

Zitiert: Im Mediensystem regiert der Imperativ der Aufmerksamkeit

Im Mediensystem regiert der Imperativ der Aufmerksamkeit. Superlative, Sensationen, Dinge, die es so noch nicht gab: Das Spiel des Jahres, der Spieler des Jahrhunderts. Das, was wir so nicht erwartet haben. Über Politik, Kultur, Wirtschaft wird heute nicht nur weniger berichtet als noch vor 30 oder 40 Jahren, sondern auch anders. Atmosphäre statt Programmdiskussion. Konflikte zwischen Spitzenpersonal statt Streit um Inhalte. Schulz gegen Gabriel gegen Nahles. Was so eine Partei will, ist am Ende völlig egal. Also redet die Partei vor allem über Gesichter und darüber, wer was wann in der Presse sagen darf.

 

Michael Meyen, kress.de, 01.03.2018 (online)

Zitiert: Das Deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft

340 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen der deutschen Filmförderung. Dieser Betrag dient jedoch nicht als Stütze einer fragilen Zeltkonstruktion; er stellt, um im Bild zu bleiben, das komplette Zelt dar. Man könnte auch sagen: Ohne dieses Geld gäbe es keinen deutschen Film. 2017 sahen 28,3 Millionen Kinogänger die 233 deutschen Filme, die insgesamt 244 Millionen Euro einspielten. Mit anderen Worten: Das deutsche Kino ist eine Subventionswirtschaft.

 

Andreas Busche, Tagesspiegel, 08.03.2018 (online)

Zitiert: Das Fernsehen bei ARD und ZDF auf dem Zenit?

Um ein sorgfältig austariertes Für-jeden-etwas-Portfolio mit Spannendem, Gefälligem und noch mehr gefälliger Krimi-Spannung handelt es sich auch beim Gesamtpaket der insgesamt 144 neuen Fernsehfilme, die die ARD in diesem Jahr erstausstrahlen will. 35 Mittwochs-Filmen am einzigen genre-offenen Sendeplatz im deutschen Fernsehen stehen 43 Sonntags-Krimis und 24 Donnerstags-Krimis gegenüber. … Weiterlesen Zitiert: Das Fernsehen bei ARD und ZDF auf dem Zenit?

WDR-Rundfunkrat schlägt Begrenzung der Spitzenhonorare bei ARD, ZDF und Deutschlandradio vor

„Der WDR-Rundfunkrat versteht sich als Treuhänder der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler. Er sieht seine Aufgabe auch darin, im Rahmen des Programmauftrags über die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und der Sparsamkeit im WDR und in der ARD zu wachen. Zum Beispiel schlägt er vor, über die Limitierung der Spitzenhonorare im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nachzudenken.“ (Beschluss des WDR-Rundfunkrates vom 30. Juni 2017) Weiterlesen WDR-Rundfunkrat schlägt Begrenzung der Spitzenhonorare bei ARD, ZDF und Deutschlandradio vor