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Zitiert: Schafft die Pressestellen ab

„Pressestellen sind Zeitverschwendung“ – oft droht Verdunklungsgefahr statt Aufklärung. … Wer heutzutage bei einer Pressestelle eines Bundesministeriums anruft, verschenkt Zeit. Kaum eine Anfrage wird von den Beamten direkt am Telefon beantwortet, stattdessen muss man Fragen nochmals per Mail zuschicken. Antworten kommen danach…

Zitiert: Das soziale Web ist zum Kampfplatz der Geopolitik geworden

Es entfaltet sich eine absurde Dynamik: Aus ihrer Kritik an Chinas Firewall heraus errichten Demokratien ihrerseits Firewalls um ihre digitalen Ökosysteme – um China draußen zu halten. Chinesische Handy-Hersteller arbeiten an einem alternativen App Store, den China auch in Staaten seiner „neuen…

Zitiert: Sommerinterviews als stumpfe Picknickmesser

Sommerinterviews heben aufgrund ihrer Genrekonventionen jedes populistisches Moment eines politischen Akteurs; es ist im Grunde ja nur eine Parteiprogrammschau. Gleichzeitig lassen sie die Protagonisten harmlos und nah am Menschen wirken – Sommerinterviews sind ein kommunikativer Bräunungsverstärker für jeden AfDler. (…) Solch ein Austausch ist schon bei demokratischen Politikern journalistisch ein stumpfes Picknickmesser. Bei einem Rechtsextremen, von dem sich selbst die AfD distanziert, muß diese Form aufgrund seiner Kritiklosigkeit zwangsläufig scheitern.

Samira El Ouassil, in uebermedien.de (Paid), zitiert im MDR-Altpapier, 08.07.2020 (online)

Zitiert: Künstliche Intelligenz dient den Mächtigen, zementiert Verhältnisse und Vorurteile

Künstliche Intelligenz, so wie sie momentan existiert, ist im Kern ihres Wesens eine Technologie, die zu einem überwältigenden Teil den ohnehin schon Mächtigen dient und die bestehenden Verhältnisse und Vorurteile zementiert, anstatt sie infrage zu stellen. Es geht also eigentlich nicht darum, das entsprechende KI-System oder einen intransparenten Algorithmus nachzujustieren, sondern darum zu überlegen, ob solche Systeme überhaupt geeignet sind, um in dem Ausmaß in die Gesellschaft einzugreifen, wie es momentan der Fall ist.

Michael Moorstedt, sueddeutsche.de, 12.07.2020 (online)

Zitiert: Erst deutsche, dann europäische Mediathek

Die Idee einer europäischen Mediathek ist begrüßenswert. Aber vorher sollte man auf dem eigenen Terrain anfangen und eine entsprechende Plattform ermöglichen. Das französische Institut National de l’Audiovisuel (INA), wo die Bürger fast alle Sendungen umsonst sehen können, die im französischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen jemals produziert wurden, gibt es zum Beispiel seit etwa 50 Jahren. Das ist auch eine enorme zeithistorische Quelle.

Lutz Hachmeister, medienkorrespondenz.de, 07.07.2020 (online)