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Zitiert: Presseförderung ohne Förderkonzept und -logik

Wir müssen uns vor Augen führen: Hier wird erstmals von Seiten der staatlichen Instanzen ein direktes finanzielles Förderprogramm für privatwirtschaftlich organisierten Journalismus in Deutschland aufgesetzt wird. Das Ganze wurde aber von heute auf morgen in einen Nachtragshaushalt gestellt, ohne parlamentarische Debatte. Es gab kein Förderkonzept, keine Förderlogik, keine Vergabekriterien, die vorher diskutiert wurden. Es existiert auch keine politik- oder staatsfern organisierte Governance-Struktur, die man geschaffen hätte, um diese Mittel zu vergeben. Das ist hochproblematisch.

Christopher Buschow, M, 23.11.2020 (online)

Zitiert: Mehr als sechs Jahre für (k)eine Reform des öffentlich-rechtlichen Systems

Mit der Unterzeichnung des Ersten Medienänderungsstaatsvertrag zur Umsetzung der Empfehlung der KEF, wurde zugleich auf Drängen von Sachsen ein Beschluss gefasst, in dem die öffentlich-rechtlichen Sender aufgefordert werden die von der KEF „wiederholt aufgezeigten Einspar- und Strukturoptimierungsmöglichkeiten“, in ihre erforderlichen Reform- und…

Zitiert: Was ist Medienjournalismus

Journalisten entschlüsseln die Welt. Medienjournalisten entschlüsseln die Medienwelt. So einfach, so komplex. Und diese Aufgabe gehört zu den vielfältigsten und buntesten Jobs, die diese Branche zu vergeben hat. Denn Medienjournalismus ist den klassischen Feldern Fernsehkritik und Medienpolitik längst entwachsen. Medien spiegeln die…

Zitiert: Sozialisten haben kein Endziel

In einem Interview mit The Daily Chronicle sagte Engels 1893: „Aber wir“ – die deutschen Sozialisten – „haben kein Endziel. Wir sind Evolutionisten, wir haben nicht die Absicht, der Menschheit endgültige Gesetze zu diktieren. Vorgefaßte Meinungen in Bezug auf die Organisation der zukünftigen Gesellschaft im einzelnen? Davon werden sie bei uns keine Spur finden. Wir sind schon zufrieden, wenn wir die Produktionsmittel in die Hände der ganzen Gesellschaft gebracht haben …“. Er dachte vor allem an Post und Eisenbahn. Aber wie wäre das im Blick auf Facebook, Amazon & Co. zu verstehen?

Jens Bisky, sueddeutsche.de, 28.11.2020 (online)

Zitiert: Was man in der ARD-Mediathek nicht kann

Warum kann man in der ARD-Mediathek nicht nach Produktionsjahr oder nach Jahrzehnten suchen? Warum gibt es keine Spielfilm-Sektion wie bei Arte, warum keine „Klassiker“-Sektion, die jeden Monat eine andere Auswahl älterer Fernsehfilme vorstellt? „Kulturelles Erbe“ ist ein schwieriger Begriff, zumal in diskursiv aufgepeitschten Zeiten. Audiovisuelles Erbe verfügbar zu machen aber wäre etwas, wodurch die Öffentlich-Rechtlichen ihren häufig eingeforderten Kultur- und Bildungsauftrag offensichtlich erfüllen könnten

Christians Bartels, Medienkorrespondenz, 08.10.2020 (online)