Zitiert: Wie Cookie-Banner aus dem Netz verschwinden könnten

Die vielen Pop-ups nerven und sollten eigentlich schon vor Jahren abgeschafft worden sein. Doch wegen eines politischen Fehlers halten sie sich hartnäckig. Dabei gäbe es längst eine Alternative. […]

Dabei könnte es ganz einfach sein. Man legt ein einziges Mal fest, ob und welche Daten man freigeben möchte. Danach respektieren alle Webseiten diese Einstellung automatisch.

Ginge es nach dem Deutschen Bundestag, wäre dieses Prinzip längst Realität. Vor fünf Jahren verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das sogenannte Einwilligungsagenten etablieren sollte. Bitte den Warenkorb speichern, aber nicht die Werbung personalisieren? Alles klar, gilt ab sofort überall.

Es dauerte drei Jahre, bis die damals regierende Ampel-Koalition die Vorgaben des Bundestags umsetzte. Vor allem fügte sie der Verordnung einen Satz hinzu, der dem Gesetz den Großteil seiner Wirkung nahm: „Die Einbindung (…) erfolgt freiwillig.“ […]

„Was das Digitalministerium unter Volker Wissing da veranstaltet hat, ist verfassungswidrig“, sagt der Professor. „Wenn das Parlament sagt, die Betreiber müssen die Einwilligung berücksichtigen, kann das Ministerium nicht einfach abweichen und es allen freistellen.“

Grafenstein ist bei dem Thema befangen. Er hat mit Consenter den bislang einzigen Dienst entwickelt, den der Bundesbeauftragte für Datenschutz als Einwilligungsagent anerkennt.

Simon Berlin, sueddeutsche.de, 23.03.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)