Zitiert: Wer das Chaos nur abbildet und nicht erklärt, verstärkt die Verunsicherung

Unsere Redaktion hält schließlich auch ein hohes Maß an Expertise für andere Redaktionen der ARD vor, nicht nur beim Thema Rechtsextremismus. Auch deshalb wünsche ich mir, dass die journalistische Arbeit der politischen Magazine in der ARD wieder mehr wahrgenommen wird. […]

Auch die Zahl der Sendungen wurde reduziert. Das war in meinen Augen ein großer Fehler. Es geht in der ARD gerade vor allem um Einsparungen, Strukturreformen und Zielgruppen. Die Frage, warum es uns gibt, was unser Auftrag als öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist, droht dabei in den Hintergrund zu geraten. In der Mediathek führen die Politikmagazine ein Schattendasein.

Dabei gibt es in diesen Zeiten einen zunehmenden Bedarf an hintergründiger Berichterstattung, wie sie im Tagesgeschäft nicht immer geleistet werden kann. Anders ausgedrückt: Wer das Chaos, das wir alle auf der großen Weltbühne erleben, nur abbildet und nicht erklärt, verstärkt die Verunsicherung.

Georg Restle, zeit.de, 25.03.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)