Zitiert: Warum Mathias Döpfner den „Daily Telegraph“ unbedingt haben wollte

Die Erklärung des teuren Deals: Axel Springer braucht eine englischsprachige Marke, um den eigenen strategischen Anspruch zu erfüllen, „führender Anbieter von KI-basiertem Journalismus für die freie Welt“ zu werden.

Eines ist aber auch klar: Die Gruppe muss rasch wachsen, um den Kaufpreis wieder einzuspielen. Ende 2024 hatte die “Telegraph”- Gruppe 842.000 Digitalabonnenten (inkl. Print waren es 1.086.000). In den zwei Jahren zuvor sind die digitalen Vertriebserlöse um 40 Prozent gestiegen. Dieses Wachstum muss Springer beschleunigen. Döpfner sieht global und vor allem in den USA eine publizistische Lücke im konservativen Spektrum. Abseits der Wirtschaftstitel „Financial Times“ und des „Wall Street Journal“ gibt es keinen gemäßigten Titel, etwa als Gegenstück zur liberal-progressiven „New York Times“. In dieser Liga spielt der „Telegraph“ bisher nicht.

Markus Wiegand, kress.de, 10.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)