Zitiert: Warum es immer weniger deutsche Täter gibt

Thomas Hestermann hat über Jahre wissenschaftlich untersucht welchen Einfluss die Herkunft von Tatverdächtigen auf die Berichterstattung in den Medien hat. Im Gespräch mit Radio Dreyeckland legt Hestermann dar wie die Redaktionen nach den Ereignissen der Kölner Sylvesternacht vor dem Vorwurf, sie würden nicht berichten, wenn der/die Tatverdächtige Nichtdeutsche seien, regelrecht eingeknickt sind und nun aus Angst vor Vorwürfen eher das Gegenteil tun. Das führt dazu, dass sie den Trend, Kriminalität mit nichtdeutscher Herkunft zu verbinden, noch mehr verstärken und damit auch den Druck auf sich selbst. Dazu trägt auch die Politisierung dieser Fälle bei, denn wenn eine Tat in der politischen Diskussion ist, dann muss auch über sie breiter berichtet werden.

Radio Dreyeckland, 06.02.2025 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)