Zitiert: Warum das Fernsehprojekt von „Bild“ scheiterte

Boulevard und Bewegtbild gehen eigentlich Hand in Hand. Doch als der damalige Chefredakteur Julian Reichelt „Bild Live“ startete, endete das im Chaos. Eine Studie erklärt nun aus nächster Nähe, was in der Redaktion geschah. […]

Zu schlechte Organisation, zu wenige Leute für diese riesige Aufgabe, für die sie nicht richtig ausgebildet wurden. Fast alles sollte bei Bild auf einmal trimedial laufen, Reporter sollten gleichzeitig Videogeschichten liefern, sie für die gedruckte Zeitung schriftlich aufbereiten und, um alle Ausspielwege zu bedienen, einen Fotografen, einen Kameramann und einen Cutter organisieren. […]

In einer „originären Führungsaufgabe, der Anpassung der Arbeitsorganisation“, erkennt der Medienforscher Lilienthal eindeutig Probleme […]

Das gröbste Problem von „Bild Live“ war und blieb: Es interessierte das Publikum nicht. Die Quoten dümpelten im Tagesschnitt bei 0,1 bis 0,2 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe.

Aurelie von Blazekovic, sueddeutsche.de, 12.01.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)