Verlassen sie – wie medienintern gemunkelt wird – „ein sinkendes Schiff“? Und warum wird beim MDR ein neuer Direktor gewählt, der dubiose Kontakte pflegt? […]
Jüngstes Beispiel ist Helge Fuhst. Der heute 41-Jährige begann als Producer im ARD-Studio Washington, volontierte beim NDR, war dann Moderationsassistent bei den „Tagesthemen“, stieg beim WDR zum stellvertretenden Leiter der Intendanz auf, ehe er Programmgeschäftsführer bei Phoenix wurde. Die vergangenen sechs Jahre war er zweiter Chefredakteur bei „ARD Aktuell“ in Hamburg, wo er Leiter der Redaktion Tagesthemen bei der ARD war. Nun wechselt er zu Axel Springer und übernimmt den Vorsitz der Chefredaktionen. […]
Erst Constantin Schreiber, nun Helge Fuhst – innerhalb des ÖRR stößt das einigen sauer auf. Hinter vorgehaltener Hand heißt es unter Mitarbeitern: „Fuhst verdient jetzt das große Geld bei Springer.“ Gut bezahlt wurde er aber auch schon im klammen ÖRR. Und gut ausgebildet. Eine Investition, die sich für die ARD nicht auszahlt, aber für den Medienmann sehr.
Alexander Teske, berliner-zeitung.de, 27.01.2026 (online)

