Zitiert: Vom ÖRR zu Springer

Verlassen sie – wie medienintern gemunkelt wird – „ein sinkendes Schiff“? Und warum wird beim MDR ein neuer Direktor gewählt, der dubiose Kontakte pflegt? […]

Jüngstes Beispiel ist Helge Fuhst. Der heute 41-Jährige begann als Producer im ARD-Studio Washington, volontierte beim NDR, war dann Moderationsassistent bei den „Tagesthemen“, stieg beim WDR zum stellvertretenden Leiter der Intendanz auf, ehe er Programmgeschäftsführer bei Phoenix wurde. Die vergangenen sechs Jahre war er zweiter Chefredakteur bei „ARD Aktuell“ in Hamburg, wo er Leiter der Redaktion Tagesthemen bei der ARD war. Nun wechselt er zu Axel Springer und übernimmt den Vorsitz der Chefredaktionen. […]

Erst Constantin Schreiber, nun Helge Fuhst – innerhalb des ÖRR stößt das einigen sauer auf. Hinter vorgehaltener Hand heißt es unter Mitarbeitern: „Fuhst verdient jetzt das große Geld bei Springer.“ Gut bezahlt wurde er aber auch schon im klammen ÖRR. Und gut ausgebildet. Eine Investition, die sich für die ARD nicht auszahlt, aber für den Medienmann sehr.

Alexander Teske, berliner-zeitung.de, 27.01.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)