Zitiert: Und wo sind Epsteins Männer?

Denn von 6 Millionen Asservaten aus den Epstein- und Maxwell-Verfahren sind nur 3,5 Millionen nun veröffentlicht, viele davon geschwärzt und die Auswahl gedoktert. Sodass man mit Fug sagen kann: Höchstens die Hälfte ist zugänglich. Wer sie analysiert, macht sich zum Komplizen beim Gesetzesbruch des „Departement of Justice“, und zum nützlichen Idioten seines spins. Wer sie nicht analysiert, ist ein schlechter Journalist. Mach’ was. Sicher ist also nur, was man vorher schon wusste: Es ist ein monströses Monument von Korruption, Zuhälterei, Sexualverbrechen und politischen Zwecken, die damit betrieben wurden. Ich kriege schon investigative Ladehemmung, wenn sich jetzt auf Prinzessin Mette-Marit, Sarah Ferguson und andere Frauen gestürzt wird, wegen der unabweisbaren Vermutung, dass genau das die Absicht der Herausgeber ist.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 08.02.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)