Darüber hinaus gibt’s noch zahlreiche andere Finanz-Baustellen: Wenn der DDV neue Mindesthonorare aushandelt, widmen die Sender die vereinbarten Summen gerne mal in Standardhonorare um. Für die Entwicklung von Stoffen wird nach wie vor viel zu wenig Geld zur Verfügung gestellt, da gehen wir Autorinnen und Autoren brutal ins finanzielle Risiko. Wenn öffentlich-rechtliche Sender unsere Werke an Streamer oder ins Ausland verscherbeln, gehen wir in den allermeisten Fällen leer aus und werden bei kritischen Nachfragen auf die gängigen, aber komplett intransparenten Vertriebsregelungen verwiesen. Und wer als Creative Producer an den Start geht und sich damit eine Menge Arbeit aufhalst, darf sich vielleicht ein schickes Label ans Revers heften, aber finanziell lohnt sich der Mehraufwand noch nicht.
Volker A. Zahn, the-spot-mediafilm.com, 30.04.2026 (online)

