Zitiert: Studie fordert Informationsquote für Kurzvideo-Feeds

Auf Social-Media-Plattformen dominieren meist Entertainment, Trends und Algorithmen das Geschehen auf den Bildschirmen. Doch eine aktuelle empirische Untersuchung bringt nun Bewegung in die medienpolitische Debatte: Nutzerinnen und Nutzer wünschen sich demnach spürbar mehr verlässliche Informationen und journalistische Vielfalt in ihren Feeds. Die Ergebnisse der Landesmedienanstalten zeigen, dass höhere Informationsquoten die Attraktivität der Angebote keineswegs schmälern – und liefern damit starken Rückenwind für neue gesetzliche Vorgaben. […]

Das zentrale Resultat der Studie überrascht: Bereits ab einem Informationsanteil von zehn Prozent bewerteten die Teilnehmenden ihren Feed als deutlich informativer sowie thematisch vielfältiger. Ein Einbruch der Nutzungszufriedenheit war selbst bei einem Info-Anteil von 30 Prozent nicht zu beobachten. […]

Sollten die Bundesländer die Einführung einer festen Informationsquote als geeignetes Regulierungsinstrument im künftigen Digitale-Medien-Staatsvertrag verankern wollen, sprechen die Daten für einen Richtwert zwischen zehn und 20 Prozent.

Manuel Weis, digitalfernsehen.de, 05.10.2026 (online)

 

Studie: Wie wirkt sich eine Quote von Informationsinhalten auf die Nutzungszufriedenheit bei Kurzvideo-Feeds aus? (pdf)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)