Ob diese Umstellung von DAB+ auf Streaming der KEF und der ebenfalls an Einsparpotenzialen interessierten Rundfunkpolitik gefällt, wäre eine weitere Frage. Denn der wesentliche Unterschied zwischen Streaming, wie es etwa die „ARD Schlagerwelt“ anbietet, und (digitalem wie analogem) Radio liegt darin, dass solcher Rundfunk bei höheren Fixkosten immer gleich viel kostet, egal wieviele Hörer einschalten, während zeitsouveränes Streaming für den Anbieter tendenziell mit jedem Abruf immer teurer wird. Je mehr erfolgreiche Streaming-Angebote die Öffentlich-Rechtlichen etablieren, desto höher dürften ihre Verbreitungskosten steigen (bei denen daten-intensiveren Video-, also Fernseh-Inhalte natürlich viel mehr ins Gewicht fallen als Audio-Inhalte).
Christian Bartels, MDR Altpapier, 06.08.2026 (online)

