Die in den Zehner Jahren stärker und lauter werdenden Ressentiments gegen Journalisten und Medien im Osten erklärte Kluge so: Die von westlichen Verlagen nach der Wiedervereinigung übernommenen Zeitungen und der 1992 neu gegründete MDR hätten eine „Scheinöffentlichkeit“ gesetzt „auf die Scheinöffentlichkeit der DDR“. Die Menschen in seiner Heimatstadt Halberstadt hörten „ganz genau, was Propaganda ist“, sagte Kluge: „Diese Leute fühlen sich durch keine Zeitung vertreten.“
Diemut Roether, epd medien, 27.03.2026 (online)

