Operative Kommunikation hat den Hauptauftrag, das Verhalten und die Einstellung verschiedener Zielgruppen, wie bspw. feindliche Streitkräfte, Konfliktparteien oder ausländische Zivilbevölkerung, mit kommunikativen Mitteln zu beeinflussen, um eigene militärische Operationen zu unterstützen. Für diese Zwecke wird neben digitalen Medien unter anderem auch Hörfunk (Radio) eingesetzt. Zusätzlich können die Hörfunksendeanlagen der Operativen Kommunikation im Katastrophenfall im Inland benutzt werden, etwa wenn durch eine Unwetterlage wichtige zivile Sendeanlagen ausfallen.
Kurzum: Auch im digitalen Zeitalter behält das Radio seine Bedeutung für die Bundeswehr. Diese Fähigkeit der Bundeswehr soll in den kommenden Jahren erhalten und erweitert werden. Dazu hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr die Bremer Firma FHF Flurfördergeräte GmbH mit einer umfassenden Regeneration (Modernisierung) der Sendekabinen beauftragt. […]
Projektleiter Oberstleutnant Christoph H.: „Mit dieser Regeneration schaffen wir den Sprung in das Jetzt und sind für zukünftige Szenarien besser vorbereitet. Neben der technischen Modernisierung bei Ausstrahlung und Zuspielung, ermöglicht der Umstieg auf eine Containerlösung inklusive eigener Stromversorgung die flexiblere Nutzung durch die Truppe.“
In mehreren Meilensteinen sollen die acht benötigten UKW/DAB+ Sendecontainer gefertigt werden. Bis Ende dieses Jahres wird ein Prototyp gebaut. Nach dessen erfolgreicher Erprobung und Abnahme folgen dann in den Jahren 2027/2028 sieben weitere Sendecontainer, sodass die Regeneration der Sendeanlagen voraussichtlich Mitte 2028 abgeschlossen sein wird. So wird die Bundeswehr weiterhin über die uneingeschränkte Fähigkeit zur Ausstrahlung zielgruppenorientierter Hörfunkbeiträge verfügen, was für die Landes- und Bündnisverteidigung und Katastrophenlagen von großem Wert ist.
Pressemitteilung, 04.09.2026 (online)

