Zitiert: Privatradios scheiterten mit Beschwerde gegen ZDF

Das ZDF produziert seit einigen Jahren auch reine Audio-Podcasts wie zum Beispiel „Lanz & Precht“. Dagegen hatte die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk Beschwerde eingelegt. Diese wurde von der Rechtsaufsicht jedoch zurückgewiesen. […]

Mit ihrer Rechtsauffassung scheiterte die APR bei der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Laut Paragraf 30 des Medienstaatsvertrags sei das ZDF berechtigt, Telemedien anzubieten, erklärte die Behörde dem epd. Dies gelte für Telemedien, die durch einen Drei-Stufen-Test genehmigt worden seien und weitere im Medienstaatsvertrag genannte Kriterien aufwiesen, etwa dass sie „journalistisch-redaktionell gestaltet“ seien. Die Telemedien könnten „Bild, Ton, Bewegtbild, Text und internetspezifische Gestaltungsmittel enthalten“. Öffentlich-rechtliche Telemedienangebote könnten insbesondere auch reine Audioinhalte sein.

Die Hamburger Behörde verwies auf die Begründung zum 22. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der seit 2019 in Kraft ist. Telemedienangebote der öffentlich-rechtlichen Sender könnten eigenständig und damit ohne einen Sendungsbezug produziert werden, so die Behörde. Die vom ZDF angebotenen Podcasts hätten einen journalistisch-redaktionellen Charakter. Der Drei-Stufen-Test für die Angebote sei erfolgreich abgeschlossen worden.  […]

APR-Geschäftsführer Holger Paesler sagte dem epd, die Arbeitsgemeinschaft teile die Rechtsauffassung der Rechtsaufsicht zu den Audio-Angeboten des ZDF nicht. Sie werde „aber im Moment keine weiteren Schritte einleiten“.

Volker Nünning, epd medien, 25.03.2026 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)