Zitiert: Presserat spricht 19 Rügen aus

Der Deutsche Presserat hat im März 136 Beschwerden behandelt. Fünf der 19 erteilten Rügen betrafen „Bild“. Das Medium hat mehrfach das Persönlichkeitsrecht verletzt. […]

Fünf der 19 erteilten Rügen betrafen „Bild“. Das Medium hat mehrfach das Persönlichkeitsrecht verletzt. […]

Dreimal wurde das Boulevardmedium wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts gerügt. Dazu gehörte auch die Veröffentlichung von Videoaufnahmen von Gästen des „Pony Club“ auf Sylt. Das Video, in dem zu sehen war, wie mehrere Besucher einen ausländerfeindlichen Liedtext sangen, war damals viral gegangen. Ein Mann zeigte zudem den Hitler-Gruß, er wurde später dafür verurteilt. Der Presserat hatte sein Verfahren zu der Veröffentlichung ausgesetzt, weil mehrere Gerichtsverfahren anhängig waren. Jetzt entschied das Selbstkontrollorgan, dass die Gäste, die sich nicht an den Gesängen beteiligt hatten, nicht identifizierbar gezeigt werden durften. […]

„Bild“ und die „BZ“, beide Publikationen von Springer, wurden für Artikel über eine Berliner Verwaltungsmitarbeiterin gerügt, der sie „extremen Israel-Hass“ unterstellt hätten, ohne ausreichende Belege oder Konfrontation der Betroffenen.

epd medien, 23.03.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)