Zitiert: Politik soll Radio in Autos festschreiben

Vaunet heißt noch so ein Medienwirtschafts-Lobbyverband mit nicht ungemein eingängigem Namen. Hier handelt es sich um den Privatsender-Verband, der in einem Positionspapier, das hauptsächlich dem neuen EU-Gesetz zum Digital Networks Act gilt, eine Menge Forderungen auflistet. Zum Beispiel diese: „Radio ist für Information, Unterhaltung und insbesondere für Krisenkommunikation unverzichtbar. Zwar erkennt der DNA die Bedeutung des Radios im Auto grundsätzlich an, doch reicht die geplante Regelung nicht mehr aus. Immer mehr Fahrzeuge kommen ohne integriertes Radiogerät auf den Markt. Der VAUNET fordert deshalb, den verpflichtenden Einbau von Radio-Receivern vorzuschreiben …“

Radiogeräte, die einige Jahrzehnte lang für die Übertragung der Medieninhalte Musik, Journalismus und Werbung (auch zur Finanzierung des Journalismus) sehr wichtig waren und über die viele, freilich eher ältere Menschen diese Medieninhalte weiterhin verfolgen, verlieren an Bedeutung. Um bei Spotify oder Apple auch Journalismus zu hören zu bekommen, muss man aktiv danach suchen. Journalismus verliert also auch so weiter an Bedeutung.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 04.05.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)