Das Funk-Format „Fakecheck“ will „Bullshit“ auf Social Media aufklären. Doch die Faktenchecks verlieren sich immer wieder so sehr in aufregenden Recherche-Storys und unnötigen Details, dass sie dabei verpassen, die eigentliche Frage zu beantworten. […]
„Fakecheck“ gehört zu Funk, dem Jugendangebot von ARD und ZDF, und wird vom MDR verantwortet. […]
Das „Fakecheck“-Versprechen lautet daher: „Wir recherchieren ergebnisoffen und differenzieren für euch, wir haken nach und konfrontieren. Besonders dort, wo es unbequem wird.“ Dabei würden „alle relevanten Rechercheschritte“ gezeigt und „ausgewogen und nuanciert“ erzählt.
Das ist ein ziemlich hoher Anspruch für ein Format, dessen Videos meist keine Minute lang sind. Mehr ist nämlich nicht drin. […]
Dass Faktenchecks auf Social Media auch ohne emotionsgeladene Inszenierung funktionieren, zeigt das Format „Moment mal“ des Deutschlandfunks. […]
Anschließend liefert „Moment mal“ aber Fakten, die über „wahr“ und „falsch“ hinausgehen und relevanten Kontext liefern, um den zugrundeliegenden Sachverhalt wirklich zu verstehen. Und all das ohne wichtigtuerische Details, wie die Redaktion das recherchiert hat. Zudem sind die Videos klar und knapp formuliert und betreffen eine große Bandbreite an Themen. Aber vor allem sind danach die wichtigsten Fragen auch wirklich geklärt.
Johanna Bernklau, Übermedien, 30.07.2026 (online)

