Zitiert: Neue Regulierung könnte Presserat aushöhlen

Zäsur in der Medienregulierung: In der Politik wird diskutiert, die Kompetenzen der Landesmedienanstalten auch auf die Presse auszuweiten. Das könnte Folgen für die Selbstkontrolle durch den Presserat haben – und für Ärger sorgen.

Er steht für ein Prinzip, das als Grundpfeiler der Pressefreiheit gilt: Kontrolle ohne Staat. Als fünf Verleger und fünf Journalisten im November 1956 den Deutschen Presserat ins Leben riefen, wollten sie einem geplanten Bundespressegesetz von CDU-Bundeskanzler Konrad Adenauer zuvorkommen. Angelehnt an den britischen Press Council schufen sie eine Instanz, mit der sich die Branche selbst Regeln gab und ihre Einhaltung überwachte – bis heute dient das System der Selbstregulierung als Schutzschild gegen staatliche Eingriffe. Doch einen Bestandsschutz hat es nicht.

Volker Nünning, Mediensinsider, 26.03.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)