Das Landgericht Berlin soll klären, ob Pressespiegel Fachinformationen aufnehmen dürfen. Die Publikation „Medieninsider“ will ihre Artikel lieber selbst verkaufen und wendet sich gegen die Presse Monitor GmbH.
Investigative Berichte über die Medienlandschaft, teilweise über eine lange Zeit intensiv recherchiert: Das zeichnet das Online-Magazin „Medieninsider“ aus. Würden die hinter einer Bezahlschranke veröffentlichten Beiträge nicht von jedem Leser bezahlt, sondern frei zirkulieren, verlöre „Medieninsider“ sein Geschäftsmodell. […]
Nach Angaben von „Medieninsider“ bestätige die PMG Abrechnungen von 324 Nutzungsvorgängen im Zeitraum von Herbst 2020 bis Frühjahr 2023. Die Vergütung pro Artikel lag zwischen 1,00 und 6,73 Euro, bei Verteilergrößen von bis zu 300 Empfängern. Matthias Bannert, Ko-Gründer und Geschäftsführer der Insider Publishinc, sagt: „Mit der Pressespiegel-Lizenzierung über die PMG werden unsere qualitativ hochwertigen Inhalte verschleudert, ohne dass wir etwas dagegen unternehmen können. Mit 6,73 Euro pro Artikel für mehr als 300 Empfänger können Medienunternehmen wie unseres kein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickeln.“
Jochen Zenthöfer, faz.net, 13.01.2026 (online)

