Medienexpertin und „Medieninsider“-Kolumnistin Alexandra Borchardt äußert sich skeptischer zu den wirtschaftlichen Chancen von Lizenzvereinbarungen mit KI-Unternehmen. Davon profitierten bislang vor allem große Medienhäuser. Kleinere Lokal- und Regionalanbieter gingen dagegen häufig leer aus. Auch die Vorstellung, europäische Medien könnten sich durch den Aufbau eigener Infrastruktur vollständig von den amerikanischen Technologiekonzernen unabhängig machen, hält Borchardt für unrealistisch: „Da muss man wirklich leider sagen, der Zug ist abgefahren.“
Umso wichtiger sei es, direkte Beziehungen zum Publikum aufzubauen und die Vielfalt der Medienlandschaft zu erhalten.
Thomas Lückerath, dwdl.de, 21.10.2026 (online)
