Die Reichweite beispielsweise kann allein kein Kriterium für eine Auftragserfüllung sein. Entscheidend ist für uns auch die breite gesellschaftliche Relevanz und Akzeptanz. Die Bewertung muss auf Basis von Maßstäben erfolgen, die sich am Medienstaatsvertrag orientieren. Dazu gehören sowohl quantitative Indikatoren wie Nutzung und Reichweite als auch qualitative Aspekte wie Vielfalt, Ausgewogenheit und gesellschaftlicher Mehrwert. Ziel ist eine nachvollziehbare, unabhängige, regelmäßige und strukturierte Berichterstattung über die Auftragserfüllung. Gerade angesichts einer zunehmenden Polarisierung ist es wichtig, dass nicht nur die Anstalten selbst, sondern auch externe Gremien wie der Medienrat prüfen, ob und wie der Auftrag umgesetzt wird. […]
Ich erwarte eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Medienrat, um die Auftragserfüllung beurteilen zu können. Dazu gehören Leistungsanalysen von ARD, ZDF und DLR, die uns vergleichbare Daten liefern. Das anhand von Aspekten wie Verfügbarkeit, Nutzung, Wirkung, Vielfalt, Ausgewogenheit und Innovationskraft. Sowie die Bereitschaft, sich mit unseren Bewertungen und strategischen Impulsen offen auseinanderzusetzen.
Nathalie Wappler, faz.net, 23.05.2026 (online)

