Zitiert: Krimi-Schwerpunkt bei ARD und ZDF

Über mehr „Tagesschau“-Sendezeit für Pinguine als für den längsten Stromausfall seit Kriegsende wunderte sich nicht nur die „Welt“, sondern auch Funkes „Berliner Morgenpost“. Und statt die Gelegenheit für Talks über komplexe Themen wie die Frage nach Transparenz bei Infrastrukturen (oder der, ob die Bundeswehr in Grönland auf der einen oder anderen Seite zum Einsatz kommen könnte … ) zu nutzen, verwöhnte die ARD ihr Publikum am Sonntagabend wie am Montagabend mit zwei Hauptabend-Krimis in Folge. „Morden im Norden“, worauf dann ein „Zürich-Krimi“ folgte, war mit repräsentativ errechneten 5,83 Millionen Zuschauern ein voller Erfolg. Insbesondere konnte der Ostsee-Krimi das Angebot des wichtigsten publizistischen Wettbewerbers ZDF, einen neuen „Taunus-Krimi“, klar übertrumpfen (dwdl.de).

Toller Erfolg, ARD!  Wobei es sein könnte, dass bei gut 70 Millionen Deutschen, die nix von beidem einschalteten, genau solche Erfolge die Akzeptanz des „umsatzstärksten“ öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems der Welt, um das es sich beim deutschen auch 2025 wieder handelte („epd medien“), eher weiter verringern.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 07.01.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)