Zitiert: Kommission dringt auf breiten Ansatz für mehr Jugendschutz im Netz

Die Gefahren für junge Menschen im Internet sind vielfältig. Ein von der Regierung beauftragtes Expertengremium warnt in einer Bestandsaufnahme vor einfachen Antworten wie reinen Altersgrenzen. Auch Familienministerin Prien strebt eine „Gesamtstrategie“ für besseren Schutz an.

Cybermobbing, Missbrauchsanbahnung, Desinformation: Junge Menschen sind im Internet mit vielen Risiken konfrontiert. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Sachstandsbeschreibung der „Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Gleichzeitig gebe es im Netz auch „Räume für Unterstützung“, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe, heißt es dort. Angesichts der komplizierten Gemengelage weist die Kommission simple Lösungsvorschläge zurück.

Die „Bestandsaufnahme“ des Fachgremiums umfasst knapp 130 Seiten und dient der Vorbereitung von Empfehlungen, die am 24. Juni vorgelegt werden sollen. Beleuchtet werden „Gefährdungslagen und Teilhabemöglichkeiten“ junger Menschen im Netz, Medienkompetenzvermittlung und Präventionsmaßnahmen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

epd medien, 20.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)