Zitiert: Klopp und die Medien

„Bild“, „BamS“ und Glotze: Wie Jürgen Klopp während dieser Fußball-Weltmeisterschaft die Medien nutzt, um der nächste Bundestrainer zu werden. […]

An der Seite von Kerner stand Klopp schon während der WM 2006 vor der Kamera. Damals, im ZDF, hat er das Fernsehen zum ersten Mal für seine Karriere genutzt. Er war der Trainer des FSV Mainz 05, ein Gesicht, das im deutschen Fußball noch nicht jeder kannte. Noch.

Mit dem Wort hat dieses Mal alles angefangen. Als Klopp vor dem ersten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft sagte, dass Julian Nagelsmann „noch“ die Aufstellungen mache, und dieses „noch“ dann wiederholte, entstand der Verdacht, dass er das Fernsehen wieder für seine Karriere nutzen will, und zwar für den nächsten und vielleicht größten Schritt: für den zum Bundestrainer. […]

Man kann ahnen, warum die „Bild“-Zeitung Klopp als Bundestrainer braucht: Er ist das Gesicht des deutschen Fußballs geworden, ein Klickbringer. Aber was bringt die „Bild“-Zeitung Klopp? […]

Sie bringt ihn in Stellung. An dieser Stelle sollte man zumindest darauf hinweisen, dass es mehrere Wechsel von Axel Springer zu Red Bull gegeben hat, seit Klopp dort als „Head of Global Soccer“ arbeitet. Der interessanteste: Vor einem Jahr verpflichtete Red Bull Matthias Brügelmann, den damaligen Sportchef der „Bild“-Zeitung, als „Global Head of Content“. Er soll, wie es mehrere Insider aus der Fußballbranche erzählen, ein hervorragendes Verhältnis zu Marc Kosicke haben, dem Manager Klopps. Und Kosicke selbst hat, wie damals die „Sport Bild“ berichtete, ebenfalls einen Beratervertrag mit Red Bull.

Christopher Meltzer, faz.net, 11.07.2026 (online)

 

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)