Zitiert: Keine (offizielle) politische Werbung in sozialen Netzwerken mehr

Bei Meta investierten im Wahlkampf 2025 die Grünen am meisten, gefolgt von Volt. Die AfD selbst gab für offizielle Anzeigen vergleichsweise wenig aus. Sie musste es ja auch nicht: Sie hat die meisten Follower auf Facebook und TikTok, die Algorithmen hebeln ihre Inhalte, ein privat finanziertes Vorfeld wie NIUS, Musk und viele andere sowie Russland übernehmen die (bezahlte) Verstärkung. Übrigens ist dieser legale Werbekanal inzwischen auch schon wieder Geschichte – seit Oktober 2025 lassen Meta und Google wegen der EU-Transparenzverordnung TTPA gar keine politische Werbung in der EU mehr zu, nachdem die Parteien im letzten Bundestagswahlkampf noch mindestens neun Millionen Euro dort ausgegeben hatten.

Man könnte das für einen Fortschritt halten. Nur: Getroffen hat das Verbot die, die sich an Regeln halten – Parteien, NGOs, Kampagnen mit Impressum. Die Doppelgänger-Anzeigen liefen schon vorher an Sanktionen und laufenden Verfahren vorbei, und einiges der Propaganda war nie als Werbung gekennzeichnet. Und wie wir schon festgestellt haben, lief die meiste narrative und desinformative Schützenhilfe ohnehin über ideologisch gleichgesinnte Medien.

Thomas Laschyk, volksverpetzer.de, 17.09.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)