Unicef hat Jugendliche zum Umgang mit sozialen Medien befragt: Von Verboten halten sie wenig, da diese umgangen werden könnten. Sie wünschen sich mehr Schutzmechanismen seitens der Anbieter.
Das Sinus-Institut befragte im Auftrag von Unicef vom 2. bis 14. April 1.072 Jugendliche online. Demnach halten nur 25 Prozent ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige für sinnvoll. Einer Altersgrenze für unter 14-Jährige stimmten dagegen 54 Prozent der befragten Jugendlichen zu. Insgesamt halten die Teenager Verbote für wenig wirksam: 88 Prozent gehen davon aus, dass Jugendliche Wege finden würden, Altersgrenzen zu umgehen, etwa über geteilte Geräte oder den Wechsel zu weniger regulierten Plattformen.
Generell sehen die befragten Jugendlichen sowohl Vorteile als auch Nachteile sozialer Medien. Positiv bewertet werden vor allem die sozialen Verbindungen, hieß es. 82 Prozent nutzten soziale Medien, um mit Freundinnen und Freunden oder anderen ihnen wichtigen Menschen in Kontakt zu bleiben. 74 Prozent gaben an, dort neue Ideen oder Inspiration zu finden. Als negative Seiten nannten 50 Prozent Mobbing, Hass und Beleidigungen, 44 Prozent zu langes Scrollen, ohne aufhören zu können, und 42 Prozent Falschinformationen und Fake News.
epd medien, 06.05.2026 (online)

