Zitiert: Ist KI das Ende des pluralistischen Journalismus

Der Deutsche Journalistenverband sieht KI als Gefahr. Nicht nur für Geschäftsmodelle und den Berufsstand – sondern auch für die Demokratie. […]

Gibt es zum Beispiel Urheberrechte auf Prompts, also die Befehle, die man als User in die KI eingibt (bisher nein)? Oder auf Texte und Bilder, die mit KI erstellt wurden (je nachdem, welchen Anteil generative KI am Werk hatte)? Haftet man, wenn man mit einer KI Texte oder Bilder erstellt, und das Ergebnis (zufällig) einem geschützten Werk gleicht (wahrscheinlich schon, nicht umsonst hat OpenAI angeboten, alle Urheberrechtsklagen ihrer User zu übernehmen)? […]

„Die Kernaufgaben des Journalismus kann KI nicht“, sagt Möllers. „Das Analysieren politischer Zusammenhänge, das Erkennen von Problemlagen, das Vermitteln zwischen Politik und Bevölkerung. Alles, was die Watchdog-Aufgaben des Journalismus in der Demokratie betrifft.“ Da geht es also um die inhaltliche Arbeit, nicht um die Geschäftsmodelle. Wobei auch die durchaus höchst gefährdet sind.

Andrian Kreye, sueddeutsche.de, 23.02.2024 (online)

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)