Gutes Fernsehen im Sinne des Deutschen Fernsehpreises ist, wenn eine Produktion die Menschen berührt und wenn sie etwas über unsere Zeit und möglicherweise auch über unser Land erzählt. Und es gibt im Moment eine Menge zu erzählen. Als Gesellschaft treten wir gerade in eine neue Phase ein, und das spüren wir auch in vielen Fernsehproduktionen. Wir stehen kurz vor drei wichtigen Landtagswahlen und eine Partei erhält einen enormen Zuspruch, die das bestehende politische System in Frage stellt. Das ist Ausdruck einer größeren gesellschaftlichen Veränderung. Und diese Veränderung wird im Fernsehen über alle Genres hinweg thematisiert, es geht oft um Toleranz, um Meinungsfreiheit, auch um Extremismus – in der Fiktion und besonders in der Information. Weniger in der Unterhaltung, abgesehen von der Comedy.
Stephan Lamby, dwdl.de, 03.09.2026 (online)

