Eine Studie des Bundesverbands Wohnen und Stadtentwicklung (vhw) untersucht die Folgen des sozio-technischen Wandels für die lokale Öffentlichkeit und damit auch für die kommunale Politik. Die zentrale Feststellung: Das Informations- und Kommunikationsverhalten der Bevölkerung, was einmal auf einer gemeinsam geteilten Öffentlichkeit mit ähnlicher Informations- und Wissensbasis beruhte, basiert mittlerweile auf einer Vielzahl von (Teil-)Öffentlichkeiten. Mit dem Konzept des „Local Public Open Space“ sehen die Forschenden eine Möglichkeit, diese wieder zusammen zu führen. […]
Unter diesen digitalen Bedingungen geht der vorpolitische Raum verloren: In ihm fand vormals wiederholende, reflektierende und dialogische Kommunikation statt. Unter den beschleunigten und personalisierten Kommunikationsbedingungen verliert dieser an Sichtbarkeit und Relevanz, gewinnen populistische Veto-Akteure und Einzelinteressen leicht Resonanz. Die institutionelle, langsamere Logik des Politikprozesses gerät unter Dauerdruck.
Claudia Krieg, M(verdi), 16.07.2026 (online)
Local Open Public Space – Kommunikationsinfrastrukturen für die lokale Demokratie (pdf)

