Die Veränderungen durch KI seien einschneidend. „Man wird wahrscheinlich eine gute Idee schon in kürzester Zeit nur noch einsprechen müssen, und dann wird ein Video daraus“, beschreibt Schild die Herausforderung. Inhalte, auch Videos, würden individuell auf den Nutzer zugeschnitten. „Das wird eine ganz andere Konkurrenzsituation für uns werden als heute.“ Obwohl funk ein modern strukturiertes und agiles Medienunternehmen sei, müsse es sich in den kommenden Jahren radikal verändern. […]
Eine Herausforderung für die funk-Redaktion sind die Verbreitungswege. Die Inhalte werden neben einer eigenen Plattform, auf der alles abrufbar ist, konsequent auf Social Media ausgespielt. „Wir sind so beauftragt, dass wir die Lebenswirklichkeit der Zielgruppe abbilden sollen und das dort, wo sie unterwegs ist“, sagt Blum.
Damit ist man allerdings auch den Algorithmen von Konzernen wie Meta oder TikTok unterworfen. „Die geben Spielregeln vor, wir geben aber wiederum vor, was wir dort machen“, erklärt Blum. Deshalb gehe es auch darum, Inhalte nicht nur auf einer Plattform einzustellen. „Wenn wir etwas auf TikTok ausspielen, ist es was anderes, als wenn es bei YouTube-Shorts ausgespielt wird.“
Dennoch könne man sich dem Einfluss der Konzerne nicht entziehen. „Wir haben einmal gemerkt, dass unsere politischen Postings auf Instagram weniger Reichweite hatten und haben uns natürlich gefragt, warum?“, berichtet Schild. […]
Das Jahresbudget von zuletzt knapp 46 Millionen Euro wird zu einem Drittel vom ZDF und zu zwei Dritteln von der ARD getragen.
dpa, digitalfernsehen.de, 29.09.2026 (online)

