Zitiert: FUNK verstärkt Abhängigkeit von großen Plattformen

Mit Blick auf die Orientierung des funk-Netzwerks an den Themen der Zielgruppe einerseits sowie die Bereitstellung von Inhalten über Drittplattformen der mobilen Alltagskommunikation andererseits scheint das Contentnetzwerk vorwiegend gut auf die Zielgruppe abgestimmt zu sein. Aus institutioneller Sicht verstärkt die Erwartung der Nutzenden an eine Verfügbarkeit von Inhalten auf Plattformen Sozialer Medien jedoch die wachsende Abhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – und des funk-Netzwerks insbesondere – von Drittplattformen, speziell angesichts deren Rolle als „neue Institutionen der gesellschaftlichen Vermittlung“. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Teil der Plattformöffentlichkeit auch stark netzaffine – und damit vor allem plattformausgerichtete – Zielgruppen langfristig medial erreichen will, müssen Anpassungen an Prozesse der Plattformisierung strukturell ernstgenommen werden.61 Hierfür braucht es effektive Regulierungsstandards auf (supra-)nationaler Ebene, im Abgleich mit den jeweils nationalen Vorgaben und Behörden. In Deutschland kommt dem funk-Netzwerk als Angebot gerade für 14- bis 29-Jährige in diesem Zusammenhang aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer eine besondere Relevanz zu in Bezug auf die repräsentationsangemessene und zielgruppenadäquate Bereitstellung von Inhalten im Netz.

Sven Stollfuß, Media Perspektiven 01/2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)