Zitiert: Frauenhass in den Medien fördert Frauenfeindlichkeit, auch bei Frauen

Misogynie Inhalte in den Medien führen dazu, dass sowohl Männer als auch Frauen eine höhere Feindseligkeit gegenüber Frauen entwickeln. Der Effekt ist bei jungen Menschen am größten. […]

Forscher der Universität Bern und der Fernuniversität Hagen haben nun eine umfassende Metastudie publiziert, die untersucht hat, ob und wie frauenfeindliche Inhalte in den Medien frauenfeindliche Reaktionen beeinflussen. Sie haben dazu 257 Studien mit insgesamt 132.933 Probanden aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und den U.S.A. analysiert.

Die Metastudie umfasst sowohl experimentelle Studien, etwa Studien, bei denen die Probanden frauenfeindliche Medien unter kontrollierten Bedingungen konsumiert haben, als auch nicht-experimentelle Studien, etwa Umfragen zum Medienkonsum. […]

Die Studie zeigt somit, dass frauenfeindliche Medien die Feindseligkeit gegenüber Frauen erhöhen können. Angesichts dessen sprechen die Wissenschaftler sich dafür aus, dass die Verantwortlichen entsprechende Darstellungen reduzieren sollten, um die reale Feindseligkeit gegenüber Frauen zu verhindern.

Robert Klatt, forschung-und-wissen.de, 23.03.2026 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)