Zitiert: Erster Koalitionstracker für Bundesländer

Während in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz neue Wahlversprechen gemacht werden, bleibt die Frage: Was wurde aus den alten? Wie viel haben die aktuellen Landesregierungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in den vergangenen fünf Jahren tatsächlich umgesetzt? Eine Übersicht bieten zwei Koalitionstracker – Deutschlands erste Koalitionstracker auf Länderebene, mit denen Wahlversprechen messbar sind. Entstanden ist das interaktive Tool in einem Projekt des Masterstudiengangs Journalismus der Universität Leipzig in Kooperation mit dem SWR Data Lab. […]

Das Ergebnis zeigt: Ein Großteil der angekündigten Vorhaben in Baden-Württemberg wurde umgesetzt. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Themenfeldern. Während im Bereich Gesellschaft und Demokratie zum Beispiel am meisten Ziele vollständig umgesetzt wurden (74 Prozent), liegt Bauen und Wohnen auf dem letzten Platz (40 Prozent).

Neben der Recherche entwickelten die Studierenden auch ein interaktives Tool. Dort können Nutzer:innen jedes einzelne Vorhaben inklusive Quellenlage und Bewertung einsehen. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann sich per Zufallsfunktion ein politisches Ziel anzeigen lassen und entdecken, was daraus geworden ist. […]

Das Projekt versteht sich als Beitrag zu mehr politischer Transparenz und als Beispiel dafür, wie datenjournalistische Methoden demokratische Prozesse nachvollziehbar machen können. „Gerade in diesen Zeiten, in denen die Welt voll von Desinformationen ist, bietet der Koalitionstracker eine Orientierung und die Möglichkeit, sich über politische Handlungen genauer zu informieren. Dies zeigt die wichtige Bedeutung von Journalismus für unsere Demokratie“, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. Markus Beiler von der Universität Leipzig.

Universität Leipzig, Pressemeldung, 19.02.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)