Warum wir alle dringend prüfen sollten, ob wir uns nicht von den sozialen Netzwerken abwenden können. Allen voran die Verwaltung sollte über einen geordneten Rückzug nachdenken. […]
Die Diskussion um X/Twitter ist im Grunde durch. Wer jetzt noch dort verbleibt, wird zunehmend feststellen, dass ihm das richtige Gegenüber und ein realistischer Resonanzboden fehlt. Kann man machen, ist dann halt Zeit- und Kraftverschwendung. Die gleiche Diskussion aber, ob ein Netzwerk noch den eigenen Zielen zuträglich ist und wirkliche Effekte hat – zum Beispiel mehr originäre Bürgerkontakte oder sinnvolle Beiträge bei Beteiligungsverfahren – sollte auch für die anderen Netzwerke geführt werden. […]
Die gleiche Diskussion aber, ob ein Netzwerk noch den eigenen Zielen zuträglich ist und wirkliche Effekte hat – zum Beispiel mehr originäre Bürgerkontakte oder sinnvolle Beiträge bei Beteiligungsverfahren – sollte auch für die anderen Netzwerke geführt werden.
Denn es gibt noch jede Menge andere Möglichkeiten. Und da hatte die Social-Media-Zeit auch ihr Gutes: Denn wir haben viel darüber gelernt, wie Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern funktioniert, etwa welche Sprache ankommt und welche nicht.
Vielleicht müssen wir auch noch mal neue Instrumente erfinden – oder bestehende, die noch nicht so auf dem Schirm sind, gründlich prüfen. So oder so: Es darf kein Rückschritt in die alte Elfenbein-Mentalität sein. Aber ehrlich: Zwischen „Wir rennen wie bekloppt der (ungewissen) Reichweite hinterher“ und „Wir machen aber doch ein Amtsblatt und manchmal Pressemitteilungen“ liegt ein ziemlich großes Feld.
Peter Stawowy, flurfunk-dresden.de, 04.06.2026 (online)

