Zitiert: Die Zeit von Social Media ist vorbei

Warum wir alle dringend prüfen sollten, ob wir uns nicht von den sozialen Netzwerken abwenden können. Allen voran die Verwaltung sollte über einen geordneten Rückzug nachdenken. […]

Die Diskussion um X/Twitter ist im Grunde durch. Wer jetzt noch dort verbleibt, wird zunehmend feststellen, dass ihm das richtige Gegenüber und ein realistischer Resonanzboden fehlt. Kann man machen, ist dann halt Zeit- und Kraftverschwendung. Die gleiche Diskussion aber, ob ein Netzwerk noch den eigenen Zielen zuträglich ist und wirkliche Effekte hat – zum Beispiel mehr originäre Bürgerkontakte oder sinnvolle Beiträge bei Beteiligungsverfahren – sollte auch für die anderen Netzwerke geführt werden. […]

Die gleiche Diskussion aber, ob ein Netzwerk noch den eigenen Zielen zuträglich ist und wirkliche Effekte hat – zum Beispiel mehr originäre Bürgerkontakte oder sinnvolle Beiträge bei Beteiligungsverfahren – sollte auch für die anderen Netzwerke geführt werden.

Denn es gibt noch jede Menge andere Möglichkeiten. Und da hatte die Social-Media-Zeit auch ihr Gutes: Denn wir haben viel darüber gelernt, wie Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern funktioniert, etwa welche Sprache ankommt und welche nicht.

Vielleicht müssen wir auch noch mal neue Instrumente erfinden – oder bestehende, die noch nicht so auf dem Schirm sind, gründlich prüfen. So oder so: Es darf kein Rückschritt in die alte Elfenbein-Mentalität sein. Aber ehrlich: Zwischen „Wir rennen wie bekloppt der (ungewissen) Reichweite hinterher“ und „Wir machen aber doch ein Amtsblatt und manchmal Pressemitteilungen“ liegt ein ziemlich großes Feld.

Peter Stawowy, flurfunk-dresden.de, 04.06.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)