Pro 1.000 Nutzerkontakte verursachen gedruckte Zeitungen und Zeitschriften rund 10.000 Gramm CO2, analoge Außenwerbung etwa 100 Gramm. Bei digitaler Außenwerbung sind es dagegen nur rund 5 Gramm. Zudem ist Außenwerbung in der Bevölkerung breit akzeptiert: Studien zufolge nervt Werbung beim Musik‑ oder Videostreaming am meisten, nämlich 47 Prozent der Nutzer. Beim Radio sind es etwa 25 Prozent – bei Außenwerbung nur 10 Prozent. […]
Digitale Flächen sind darüber hinaus einer der wenigen verbliebenen Medienkanäle, über die Kommunen noch wirksam und unbeeinflusst mit den Bürgern direkt kommunizieren können. Auf unseren Public Video Screens zeigen wir Bürgerinformationen, Nachrichten, Luftqualitätsmessungen, Verkehrsmanagement bis hin zu Warnungen vor Unwetter, zu Polizei- und Feuerwehreinsätzen. Und das Ganze wird, wie auch in anderen Medienkanälen, durch Werbung finanziert. Unsere digitalen Screens sind mittlerweile ein integraler Bestandteil der kritischen Infrastruktur auf kommunaler Ebene. Zudem verbessern wir die soziale Teilhabe, indem wir Kontingente für lokale Kulturschaffende bereitstellen, ohne dass Druckkosten für Plakate bezahlt werden müssen. Im Grunde ist das so etwas wie eine digitale Wandzeitung. […]
Der Anteil der Außenwerbung an der Lichtverschmutzung liegt weit unter einem Prozent. Verglichen mit Autos, Straßenlaternen, Privathäusern, Büros oder Geschäften ist das ein zu vernachlässigender Bruchteil.
Udo Möller, t-online.de, 30.01.2026 (online)

