Zitiert: Der Veränderungsprozess der Medien wird nie abgeschlossen sein

Das gilt für öffentlich-rechtliche wie private Medien gleichermaßen. Wir müssen deshalb Strukturen schaffen, die sich fortlaufend weiterentwickeln können und dies natürlich auch tun – idealerweise ohne dass es hierfür den Gesetzgeber als Anschieber braucht. Der öffentliche Fokus bei der Reform lag und liegt stark auf Programmzahlbegrenzungen und Ähnlichem. Für die Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind andere Elemente aber viel wichtiger: Wir fordern von den Anstalten mehr Augenhöhe. Wir erwarten von den Anstalten ein selbstkritisches und am besonderen öffentlich-rechtlichen Auftrag orientiertes Benchmarking und Portfoliomanagement. Und das alles in Strukturen, in denen zukünftig jede Doppelung gerechtfertigt werden muss. Wir haben mit dem Medienrat ein Gremium geschaffen, das hier immer wieder den Finger in die Wunde legen wird. Auch der während der Reform von uns eingesetzte Zukunftsrat kam in seiner Analyse zu dem Ergebnis, dass es vor allem auf solche Strukturen ankommt, durch die sich das öffentlich-rechtliche System immer wieder selbst dynamisch weiterentwickelt und so auch effizienter im Umgang mit seinen Ressourcen, also den Beitragsmitteln, wird. Das sorgt insgesamt für mehr Akzeptanz bei den Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern.

Torsten Welling, faz.net, 03.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)