Zitiert: Der ORF ist nicht politisiert

Ein Gutteil der Mitglieder seines Aufsichtsgremiums, des Stiftungsrates, wird von der Politik nominiert, von der Regierung, den Parlamentsparteien, den Bundesländern, wie dies im ORF-Gesetz vorgesehen ist. Es ist komplex: Einerseits ist der ORF Eigentum der Allgemeinheit, und da hat die Politik natürlich eine Funktion der Steuerung, das ist das Wesen einer Demokratie. Man muss also darüber diskutieren, wie diese Funktion wahrgenommen wird, ohne dass der Eindruck einer parteipolitischen Einflussnahme entsteht. Auf der anderen Seite nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF zu Recht für sich in Anspruch, dass sie nicht parteipolitisch zugeordnet werden oder gar in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Und eines muss man ganz klar sagen: Die Journalistinnen und Journalisten des ORF arbeiten völlig unabhängig und weisungsfrei. […]

Als Redakteur wird man sich immer gegen politischen Einfluss zur Wehr setzen. Das ist Teil des Jobs. Es gibt im ORF sicher auch vereinzelt Leute, die von politischem Einfluss profitieren. In der Berichterstattung spielt das keine Rolle.

Ingrid Turnher, sueddeutsche.de, 02.10.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)