Zitiert: Das KI-Dilemma im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Radio Bremen lässt sein Regionalmagazin ausschließlich von Künstlicher Intelligenz untertiteln. Das widerspricht allerdings den eigenen KI-Regeln. Der Fall offenbart ein Dilemma, vor dem immer mehr öffentlich-rechtliche Sender stehen.

Bei Radio Bremen gelten eigentlich klare Vorgaben für den Einsatz von KI im Journalismus: Die Redaktionen sind für die „Prüfung, Abnahme und Publikation von KI-generierten Inhalten“ verantwortlich und müssen die journalistische Sorgfalt wahren. So steht es seit 2024 in den Leitlinien.

Das Prinzip verlangt: Am Ende entscheidet immer ein Mensch, wenn KI eingesetzt wird – Human in the Loop. Genauso halten es auch die anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten. Und doch tanzt Radio Bremen aus der Reihe: In einem Bereich weicht der Sender in der Praxis von seinen eigenen Regeln ab.

Volker Nünning, Mediensinsider, 10.08.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)