Der Kölner Medienwissenschaftler Martin Andree geht in seinem neuen Buch der Frage nach, auf welchen Plattformen wir im Internet unsere Zeit verbringen. Das ist seine Antwort. […]
Andree schreibt, es sei erstaunlich, „dass man als Nutzer dieses ungeheure Ausmaß an Konzentration offenbar nicht wahrnimmt – vermutlich liegt es an der großen Anzahl der Angebote im Netz, die uns Vielfalt suggeriert, obwohl diese Vielfalt gar nicht genutzt wird“. Andree bilanziert: „Aus der Perspektive der digitalen Nutzung gibt es daher keine Vielfalt, jedenfalls nicht auf der Ebene der Domains. Aber das ist die Ebene, auf der in der Regel monetarisiert wird.“ […]
In seiner prägnanten Studie stellt Andree die verschiedenen Nutzungen vor, denen Menschen in der digitalen Welt nachgehen: Filme schauen, Spiele spielen, soziale Medien, per Chat oder E-Mail kommunizieren, einkaufen, Onlinebanking und so weiter.
Jochen Zenthöfer, faz.net, 26.07.2026 (online)

