Gaza ist zum tödlichsten Kriegsort für Journalisten geworden. Die „Reporter ohne Grenzen“ wollen, dass jeder Tod genau untersucht wird. […] Ja, das CPJ sagt zum Beispiel, dass es der tödlichste Krieg weltweit für Journalisten seit den Aufzeichnungen ist. Dem können wir uns anschließen. Dass so viele Journalisten getötet wurden, liegt an der Art der israelischen Kriegsführung, das muss man klar sagen. Die flächendeckenden Bombardements ermöglichen es nicht, die Zivilbevölkerung zu schützen, und unserer Ansicht nach muss die israelische Armee hier viel mehr tun. […]
Journalisten kommen seit dem 7. Oktober nur nach Gaza, wenn sie mit der israelischen Armee unterwegs sind. Sie müssen der Armee anschließend ihr Material vorlegen, was für diese Art der Berichterstattung aber nicht ungewöhnlich ist. Wir fordern, dass über die israelischen und den ägyptischen Grenzübergang mehr internationale Medien ins Land gelassen werden.
Matthias Ubl, taz.de, 14.01.2024 (online)